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"a zündhözl", Gedichte in Mundart, Verlag edition innsalz, 15,40 Hannes Decker stammt aus Niederösterreich und wurde in Linz sesshaft, er kommt aus der herkömmlichen Mundartschreibung und wurde in der "neuen mundart" heimisch, beides mit Konsequenz, beides mit Erfolg. Betrachtete er in seinem ersten Mundartbuch die Welt noch "mit meina kindlichn söh", so leuchtet er mit seinem Neuling "a zündhözl" einfühlsam in Geist und Wesen. Schon das Titelbild, ein brennendes Zündholz, weckt das Interesse, lockt mit dem Nimbus der "Erleuchtung", bringt ein Lodern in 96 Seiten dichter Mundart. Pointiert, satirisch und treffsicher macht sich Decker auf den Weg durch die Zeit, wirft da und dort einen Gedankenblitz in die Nacht oder lässt einen literarischen Sprühregen über Mitmensch und Umwelt niederrieseln. Wer glaubt, er möchte mit seinen Texten bloß einheizen und heimleuchten, der kennt ihn schlecht. Decker besitzt sehr wohl die Gabe, sich auch über sich lustig zu machen. Besonders in den Gedichten des ersten Kapitels "i was ois", "meinung" oder "do gschdaundn" deutet er mit dem Stilmittel der Ironie gekonnt eigene Schwächen an. Im Kapitel "a joa is nix und do so vü!" spaziert er durchs Jahr, wiewohl er im nächsten Block die "Weltentschleunigung" kritisch hinterfragt. Im Dunstkreis der Wortspielerei stellt er die Frage "wos wa?" und gibt im Abschnitt "nix is wichtiga" sogleich seine ehrliche Antwort darauf, bevor er am Ende des Buches die Kerzen des Adventkranzes anzündet, deren Schein weit in das Weihnachtsgeschäft hineinleuchtet. Auch das zweite Buch von Hannes Decker ist wieder durch phantasievolle Zeichnungen von Hans-Peter Stecher, Präsident des OÖ. Künstlerbundes, fein ergänzt. Lebenswichtig ist es nicht, "a zündhözl" zu besitzen, Wärme und Licht bringt es allemal in finstere Stunden (des Herbstes), zaubert für Momente ein Lächeln auf trübe Seelen. Engelbert Lasinger |
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